Der nationale Zukunftstag findet am 12. November 2026 statt. Er bietet
Mädchen und Jungen der 8H eine einzigartige Gelegenheit, neue Wege zu
beschreiten und Berufe zu entdecken, an die sie vielleicht noch nie gedacht
haben. Kollektive Workshops oder die individuelle Begleitung einer
erwachsenen Person an deren Arbeitsplatz ermöglichen ihnen konkrete
Einblicke in die Berufswelt, helfen Geschlechterstereotype zu überwinden
und erweitern ihren Horizont im Hinblick auf ihre spätere Berufswahl.
Der nationale Zukunftstag ist ein interkantonales Projekt, das es den Schülerinnen
und Schülern der 8H jeweils am zweiten Donnerstag im November ermöglicht, das
Klassenzimmer zu verlassen und Berufe abseits der Geschlechterstereotypen zu
entdecken. Im Wallis wird das Projekt vom Kantonalen Amt für Gleichstellung und
Familie (KAGF) getragen. Das Prinzip ist jenes des Seitenwechsels: Mädchen
entdecken technische, wissenschaftliche oder handwerkliche Berufe, in denen
Frauen noch wenig vertreten sind. Jungen wiederum erhalten Einblick in Bereiche,
in denen nur wenige Männer tätig sind, insbesondere in die Pflege, die Sozialarbeit
oder das Unterrichtswesen.
Ziel ist es nicht, einen Beruf kennenzulernen, den sich die Schülerinnen und
Schüler bereits für ihre Zukunft vorstellen können. Der Tag ermutigt sie vielmehr
dazu, eine neue Erfahrung zu wagen, ihre Vorstellungen zu hinterfragen und
berufliche Tätigkeiten zu erkunden, die sie bisher vielleicht nicht in Betracht
gezogen hatten. Später werden sie in der Orientierungsschule Gelegenheit haben,
Schnupperpraktika zu absolvieren und Berufe näher kennenzulernen, die sie
interessieren.
Bei der kollektiven Variante bieten die teilnehmenden Unternehmen und
Institutionen praxisnahe Workshops an, bei denen die Schülerinnen und Schüler
unmittelbar in verschiedene Berufsfelder eintauchen können. Elektrizität,
Bauwesen, Sprengstoffe, Metzgerei oder Landwirtschaft: Mädchen können
Bereiche kennenlernen, in denen Frauen noch wenig vertreten sind. Jungen
wiederum können beispielsweise Einblicke in den Unterricht an der Primarschule,
die Schneiderei, die Pflege oder die Pharmazie erhalten. Die Anmeldung für die kollektiven Workshops ist bis zum 9. Oktober 2026 unter www.nationalerzukunftstag.ch möglich.
Bei der individuellen Variante begleiten die Schülerinnen und Schüler eine
Person aus ihrem Umfeld an deren Arbeitsplatz. Diese Person übt einen Beruf aus,
der für das Geschlecht der Schülerin oder des Schülers als ungewöhnlich gilt. Die
Unternehmen des Kantons sind eingeladen, diese Möglichkeit zu unterstützen und
ihren Mitarbeitenden zu erlauben, am 12. November ein Kind an ihren Arbeitsplatz
mitzunehmen.
Indem der nationale Zukunftstag Jugendliche dazu ermutigt, Berufe jenseits traditioneller Rollenbilder zu entdecken, fördert er eine stärkere Geschlechterdurchmischung in Ausbildung und Beruf. Diese trägt zu mehr Gleichstellung zwischen Frauen und Männern bei, insbesondere in Bezug auf Löhne, Teilzeitarbeit, Unterbeschäftigung und die Aufteilung der Hausarbeit.

