Frauen und strategische Ämter

33 % der Mitglieder der Verwaltungskommissionen sind Frauen. Bei den Beteiligungen des Staates wird das gleiche Ziel angestrebt.

Verwaltungskommissionen

In der Amtsperiode 2018-2021 machen die Frauen 33.3 % der Mitglieder in den Verwaltungskommissionen aus, womit eine wichtige Hürde genommen wurde. Das entspricht seit der vorangehenden Periode einer Zunahme um sechs Prozentpunkte. Das vom Staatsrat gesteckte Ziel wurde also erreicht.

Am Abbild der aktuellen Gesellschaft sind die Frauen am stärksten in den Kommissionen mit Bezug zum Sozialwesen (45.8 %), Gesundheitswesen (38.4 %) sowie Erziehungs- und Bildungswesen (35 %) vertreten. In den Kommissionen zu den Themen Landwirtschaft (14 %), öffentliche Sicherheit (16 %) sowie Umwelt und Bauwesen (22 %) bleiben sie weiterhin stark untervertreten. Dazwischen zeichnet sich ein steigender Frauenanteil in den Kommissionen mit Bezug zu Kultur, Kunst und Sport (31.9 %), Arbeit und Beschäftigung (29.4 %), Finanzen (29 %) sowie Jagd und Fischerei (34.7 %) ab. Die Frauen sind in allen Bereichen besser vertreten als noch in der letzten Amtsperiode. Der Frauenanteil steigt seit 1993 kontinuierlich an und nimmt seit 2011 sogar noch stärker zu.

Effiziente Strategie

Die Strategie, die der Staatsrat 2011 angenommen und 2014 und 2017 fortgeführt hat, war erfolgreich: Die Dienststellen werden aufgefordert, aktiv nach Frauen zu suchen; für jede neu zu besetzende Stelle ist die Vormeinung des KAGF einzuholen; diese basiert auf dem Prozentsatz der Frauen, es werden Vorkehrungen getroffen, um Kandidatinnen zu finden, und bei einer ungenügend hohen weiblichen Beteiligung muss dies begründet werden. Parallel dazu kann das KAGF den Dienststellen potenzielle weibliche Kandidatinnen vorschlagen, was in den meisten betroffenen Bereichen möglich ist.

Beteiligungen des Staates

Der Frauenanteil in den Beteiligungen des Staates an juristischen Personen und anderen Einrichtungen beträgt gegenwärtig 15.6 %. Ende Oktober 2019 zählte der Staat in den 126 Institutionen und Stiftungen, in denen er beteiligt ist, 147 Vertreterinnen und Vertreter: 23 Frauen und 124 Männer. Der Staatsrat ist davon überzeugt, dass Frauen in diesen Instanzen eine wichtige Rolle spielen und will diese Untervertretung beheben. Er hat sich zum Ziel gesetzt, unter seinen eigenen Vertreterinnen und Vertretern in diesen Organen bis zum 31. Dezember 2024 eine Frauenvertretung von 33 % zu erreichen.

Wie auch bei den Verwaltungskommissionen soll das KAGF die Dienststellen dazu auffordern, Kandidaturen von Frauen einzureichen. Ausserdem soll es eine Vormeinung dazu abgeben.

Frauen, die sich für ein Mandat in einer Verwaltungskommission und/oder Beteiligung des Staates interessieren, können sich hier eintragen.

Veröffentlicht am 26. April 2021